Integration von Flüchtlingen in die Chöre

2015-09-12 Chorios Bad Bentheim-001

 

Manfred Pletz, Bad Bentheim, schreibt:

ich habe aufgrund der Ansprache eines Chormitgliedes zur vorübergehenden, kostenfreien Aufnahme eines Iranischen Flüchtlings bei der letzten Chorprobe mit allen Chormitgliedern und unserem Chorleiter eine Grundidee vorgestellt, um nicht nur interessierten (und ggf. begabten) Migranten die Möglichkeit der Teilnahme an einem Chor zu geben, sondern auch den maßgeblichen Grundgedanken weiter zu tragen. Vielleicht ist es für die gesamte Region gut, durch die Einbeziehung von Menschen aus anderen Kulturen und Ländern sich gegenseitig zu bereichern und zu helfen.
Also: Vielleicht auch eine Konzeption für den gesamten Verband !?!

Jetzt zum Konzept:

(Randbemerkung: Der Chor Chorios wird dies auf jeden Fall machen)
Die Verbandschöre stellen, gemessen an Ihrer Kopfzahl und der Stimmverteilung (SSAATTB) ihre „freien“ Plätze fest und bieten diese zum einen öffentlich (Presse) oder lokalen Hilfskreisen/-initativen als kostenlose „Stipendien“ für ein Jahr an. Der Gedanke „gemeinsam integrieren“ führt an dieser Stelle.
Am Beispiel Chorios bedeutet das, dass wir Plätze in allen Stimmlagen anbieten werden. Die gemeinsamen Proben zum Austausch, Findung von Gemeinsam- und Andersartigkeiten nutzen wollen und den Menschen durch intensive soziale Kontakte zum einen Halt bieten, zum anderen dazu beitragen, dass ihre eigene Motivation zur Teilhabe am alltäglichen Leben und Kontakten mit Menschen bestehen bleibt und weiter ausgebaut wird.

Ich würde mich freuen, wenn an dieser Idee möglichst viele Chöre des gesamten Gebietes teilnehmen.

Herzliche Grüße aus Bad Bentheim, Manfred Pletz

 

Anm. d. Red.: der Wunsch nach Integration von Menschen aus unterschiedlichen Ländern mit anderem sprachlichen, sozialen und kulturellen Hintergrund in unsere Gesellschaft ist gegeben, ist aber alles andere als einfach. Der Integration muss ein Verstehen vorausgehen, ein Lernen und Akzeptieren der Andersartigkeit (auch in der Musik). Da müssen sich nicht nur Fachleute unterhalten, sondern es ist eine gesellschaftliche Aufgabe.