Chorleiter-Aus- und Fortbildung im CVNB

 

Zum ausdrucken: Wichtig zu wissen: Hilfe zur Selbsthilfe. Chorleiterausbildung im CVNB

 

Wichtig zu wissen: Hilfe zur Selbsthilfe. Chorleiterausbildung im CVNB

 

Gebt uns Chorleiter!  Chorleiterausbildung, was tun?

In Absprache mit dem Landesmusikrat Niedersachsen sind die Chorverbände in das aufbauende Konzept der nebenberuflichen Ausbildung von Chorleitern eingebunden. Hier sind zu unterscheiden die

  1. Chorleiterausbildung D (früher „Chorhelfer“/ heute „Chorassistenz“)
  2. Chorleiterausbildung C
  3. Chorleiterausbildung B

Zu 1. Die Chorleiterausbildung D liegt in der Verantwortung des Chorverbandes Niedersachsen-Bremen (CVNB), der auch Lehrgangsmaterial stellt und Rahmenbedingungen festlegt. Unter Berücksichtigung der regionalen Unterschiede des Verbandsgebietes liegen die Planung und Durchführung dezentral in der Hand der einzelnen Kreischorverbände. Die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen vor Ort ist möglich. Genauere Informationen siehe unten.

 

Zu 2. Die Chorleiterausbildung C wird derzeit von der Landesmusikakademie Niedersachsen mit Sitz in Wolfenbüttel (LMA) und dem Kreischorverband Bremen (KCV Bremen) im Chorverband Niedersachsen-Bremen ausgerichtet. Im Idealfall beginnen die Ausbildungen an den Standorten jeweils um ein Jahr zeitversetzt, um ein kontinuierliches Fortbildungsangebot zu gewährleisten.

Dieser zweiphasige Lehrgang qualifiziert zu einer eigenverantwortlichen Leitung von Chören. Absolventen werden befähigt, selbstständig Chorsätze vorzubereiten und zu dirigieren sowie chorpädagogische Maßnahmen anwenden zu können.

Voraussetzung für die Teilnahme an der Chorleiterausbildung C ist entweder die erfolgreiche Teilnahme an einer D-Ausbildung (Chorleiterassistenz) oder eine vergleichbare andere musikalische Aus- beziehungsweise Vorbildung.

(Quelle: http://www.landesmusikrat-niedersachsen.de/index.php/workshops-und-kurse/chorleiterausbildung-stufe-c vom 12.09.2018)

 

Zu 3: Die Chorleitung der Stufe B ist die höchste Qualifizierungsstufe im Bereich Chorleitung, die man in Deutschland außerhalb einer Hochschule erlangen kann. Standort ist die Bundesakademie in Wolfenbüttel. Der sechsphasige Lehrgang erstreckt sich über eine Dauer von ca. zwei Jahren und ist als weiterführende Qualifizierung und Aufbaufortbildung für Chorleiterinnen und Chorleiter angelegt, die bereits über solide Grundfertigkeiten des Dirigierens und Chorleitens verfügen. Als Nachweis hierfür gilt die erfolgreich abgelegte Chorleitungsprüfung der Stufe C oder eine vergleichbare Ausbildung. Weitere Voraussetzungen sind die Leitung eines Chores (spätestens mit Beginn der Fortbildung) sowie elementare Fertigkeiten im Klavierspiel.

(Quelle: http://www.chorverbaende.de/de/aus-und-weiterbildung/chorleitung.html vom 12.09.2018)

 

Chorleiterausbildung  D

Der D-Lehrgang richtet sich an Chorsängerinnen und – sänger, die über das Mitsingen in ihren Chören hinaus mehr über Chorgesang und Chorleitung wissen und ihre erworbene Kompetenz in das aktive Chorleben einbringen möchten. Im Gegensatz zu vielen verpflichteten Chorleitern, sind Chorsängerinnen und –sänger, die sich zum Chorleitungsassistenten ausbilden lassen möchten, meist ortsansässig und dem Chor langfristig verbunden. Sie helfen dem Chor aus seiner Mitte heraus, wenn sie befähigt worden sind, einen bekannten Chorsatz anstimmen, leiten und beenden zu können und die Chorleitung bei Abwesenheit – etwa bei kleinen öffentlichen Auftritten – vertreten zu können. Günstig ist es auch, wenn Chorassistenten von Zeit zu Zeit das Einsingen oder das Dirigieren des choreigenen Grundrepertoires übernehmen, um „in Übung“ zu bleiben.

Der Chorleiterlehrgang D ist ein zukunftsorientiertes Angebot des CVNB, mit dem  nachhaltig sichergestellt werden soll, dass Chöre dem Grunde nach singfähig und auftrittsfähig bleiben. Zudem bildet er den grundlegenden Baustein und die Zugangsvoraussetzung für die Qualifizierung von künftigen Chorleitungen im Rahmen des Chorleiterlehrgangs C.

Gerade im Hinblick auf den Chorleitermangel, der im ländlichen Raum droht, möchte der CVNB die Nutzung dieser Initiative intensiv empfehlen: jeder Chor ist gut beraten, sich zeitig und ohne Druck mit der Chorleitersituation zu befassen: mit der (finanziellen) Unterstützung des Chores sollte jeder Chor einen Chorleiterassistenten ausbilden lassen.

Der aktuelle Chorleiter sollte sich durch das weitsichtige Denken seines Chores eher entlastet als belastet fühlen.

Deshalb sollte für jeden Chor gelten: Die Chancen dieser Win-win-Strategie sind weitaus größer als die Risiken!

 

Die Ausbildung umfasst insgesamt 36 Unterrichtsstunden, die sich auf mehrere (meist samstägliche) Sitzungen verteilen. Sie thematisiert die Inhalte:

– Singen/ Stimmbildung

– Dirigieren: Einführung ins Dirigieren

(Grundschlagfiguren, Einsatz, Abschlag, Fermate)

– Tonangabe (mit der Stimmgabel, aktuelle Möglichkeiten)

– Musiklehre.

Am Ende der Ausbildung erhalten die Teilnehmenden eine Bescheinigung über die Teilnahme.

 

Zur Sicherung vergleichbarer Standards stellt der CVNB stellt seinen Kreischorverbänden neben der verbindlich zu verwendenden Broschüre zahlreiche unterrichtspraktisch erprobte Materialien zur Verfügung.

 

Zusammenfassung:

Gebt uns Chorleiter! – Chorleiterassistenz, was tun?

Die Situation ist (noch) entspannt: noch hat der Chor seinen Chorleiter – der Chorleiter bemüht sich, die Termine seines Chores wahrzunehmen, ob Konzert oder Ständchen. Die Chance und die Notwendigkeit, sich in dieser Komfortsituation bereits um eine Chorleiterassistenz zu kümmern und aus eigenen Reihen einen Chorleiter aufzubauen, werden meist nicht wahrgenommen.

Hier möchte der CVNB ansetzen und  in den KreisChorVerbänden und Chören über sachgerechte Information ein Bewusstsein schaffen:

Die Ausbildung zum Chorleiterassistenten fängt überschaubar an und eröffnet Perspektiven einer sich anschließenden vertieften Ausbildung zum selbstständig arbeitenden Chorleiter. Eigentlich im richtigen Sinne verstanden: Hilfe zur Selbsthilfe!